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Goldene Regeln der Weisheit
Esoterische Philosophie ~ Weisheit der Zeitalter
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Der Klassiker „Goldene Regeln der Esoterik“ in seiner ursprünglichen Dialogform.

Gottfried von Purucker  [mehr zum Autor]

Goldene Regeln der Weisheit

Gespräche zwischen Lehrer und Schüler

Erhältlich in zwei Ausführungen:

  • Paperback-Ausgabe, 187 S., 12 x 19 cm,
    16,80 EUR, ISBN 978-3-924849-63-4
  • Hardcover-Ausgabe, 187 S., 12,8 x 19,7 cm, Lesebändchen,
    26,80 EUR, ISBN 978-3-924849-64-1

Der inspirierende Begleiter fürs Leben –
dieses Buch werden Sie lieben!

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Inhaltsverzeichnis

Der Pfad zum Herzen des Universums
Alter, Krankheit und Tod
Der innere Gott
Die große Ketzerei des Sonderseins
Liebe ist das Bindemittel im Weltall
Der Chela-Pfad
Die Buddhas des Mitleids

Klappentext

Dieses Büchlein enthält gewisse Lehren, die den Schülern in der esoterischen Schule zum Studium und zur Meditation erteilt werden. Sie sind den „Geheimen Büchern“ östlicher Weisheit entnommen.

Vorwort des deutschen Herausgebers

Es war schon immer der Wunsch unseres langjährigen deutschen Leiters, Hermann Knoblauch (1908–2000), dieses literarische Kleinod unvergänglicher Weisheitslehren in seiner ursprünglichen Fassung – in Frage und Antwort – wieder aufleben zu lassen.
Sein Anliegen war es, den Leser teilhaben zu lassen an der engen Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, wie sie seit Anbeginn der Mysterienschulen bestand und immer bestehen wird. Denn die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler knüpft an eine lange Tradition an. Sie zeugt von einer hohen Spiritualität, die weit in der Vergangenheit ihre Wurzeln hat.

Wie aus dem Vorwort der deutschen Ausgabe Goldene Regeln der Esoterik von 1935 hervorgeht, erklärte sich von Purucker aufgrund vieler Bitten bereit, die Gesprächsform von Frage und Antwort fallen zu lassen, um eine Art Modernisierung für den Leser zu erreichen. Aus heutiger Sicht muss ihm dies aber überaus schwergefallen sein, da die unmittelbare Belehrung des Schülers durch einen spirituellen Lehrer nicht mehr direkt erkennbar ist.

Die ursprüngliche englische Ausgabe war schon damals, vor 1935, schnell vergriffen. Sechs Neuauflagen, für die damalige Zeit fast unvorstellbar, zeugten für ihre große Beliebtheit. Auch die deutsche Übersetzung der zweiten englischen Ausgabe, Goldene Regeln der Esoterik, erschien bereits in achter Auflage, denn heute wie damals sind sie zeitlos. Die überlieferten Lehren geben Einblicke in Lebenszusammenhänge, die uns einbetten in das ewige Stirb und Werde. Sie geben Aufschluss über unser Dasein und verleihen Lebensperspektiven, die sich auch im Alltag als überaus hilfreich erweisen können.

Mögen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, dieses kleine Juwel in seiner ganzen Schönheit und spirituellen Tiefe in sich wirken lassen. Sie werden einen Begleiter fürs Leben gefunden haben, den Sie nicht mehr missen möchten.

Leseprobe

Kapitel: „Alter, Krankheit und Tod“, S. 66-68
[...]
Untersuche deine eigenen Gedankenvorgänge und sieh, wie viel Zeit du mit bloßem Hervorbringen von Gedanken vergeudest – Gedanken meist ohne jeglichen Wert – und wie du darüber versäumst, aus jenem erhabenen Urquell der Erkenntnis, der Weisheit und des Bewusstseins zu trinken, den du in dir hast, dem Quell der Inspiration und des Genius: von jenen Geistesquellen, jenen elysischen Brunnen, denen alles entströmt, was dem Leben Wert verleiht.

DER SCHÜLER:
Gibt es ein Kennzeichen, nach dem man bestimmen kann, ob irgendein Gedanke vom Höheren Selbst kommt oder lediglich einem selbstischen Verlangen entspringt oder von einem solchen Verlangen gefärbt ist?

DER LEHRER:
Dies ist das Kennzeichen, und es ist leicht unterscheidbar: Das Höhere Selbst ist unpersönlich, selbstvergessen, gütig, liebevoll, mitleidsvoll, erbarmend. Es hat erhabene Inspirationen. Die niedere Natur ist selbstsüchtig, eigensüchtig, habgierig, oft gehässig, unversöhnlich, heftig.

Das Höhere Selbst ist eine spirituelle Wesenheit und schwebt sozusagen über dem Schlamm des niederen Selbstes, wie die Sonne über der Erde leuchtet. Das Höhere Selbst hat einen gewaltigen Einfluss auf das niedere Selbst, doch das niedere Selbst hat auf das Höhere Selbst keinerlei Einfluss, weder direkt noch indirekt. Das niedere Selbst hat jedoch gewaltigen Einfluss auf das menschliche Selbst, die Zwischennatur im Menschen.

Wenn das, was in dein Gemüt tritt oder durch deine eigene Willenskraft und dein Streben hineinkommt, dich zu guten Taten deinen Mitmenschen gegenüber antreibt, dir inneren Frieden und Trost bringt, dich gütiger und rücksichtsvoller gegen andere macht, so stammt es aus dem höheren Teil. Dieser höhere Ansporn mag ein Verlangen sein; doch ist es kein Verlangen zugunsten der eigenen Persönlichkeit; es ist ein geistiges Verlangen, ein Verlangen nach Größerem und Besserem, das Bestreben, anderen zu helfen, zu lieben, Übles zu vergessen und zu vergeben.

Ein gütiger Gedanke, einem anderen Menschen zugesandt, ist ein Schutz für diesen, und es ist ein köstlich Ding, solches zu tun. Es zeugt von Menschlichkeit, von wahrem Menschentum, und jeder normale Mensch tut es gern. Es gibt wenig Dinge, die für Herz und Gemüt so befriedigend sind wie das Gefühl, dass wir heute wenigstens nicht unfreundlich in unseren Gefühlen oder Gedanken gegen andere, sondern hilfreich, gütig, rücksichtsvoll und unpersönlich gewesen sind.

Das Säen von Gedankensamen ist eine Handlung, die voller Verantwortlichkeit ist. Jeder, der Gedankensamen in das Gemüt seiner Mitmenschen sät, wird durch natürliches Gesetz zu strenger Rechenschaft gezogen. Die Natur ist keine Anarchie; sie wird überall durch das Gesetz von Ursache und Wirkung beherrscht – von Karman.

Während dies einem jeden, der andere lehrt und so Gedanken- und Gefühlssamen in ihr Gemüt streut, eine ernste Verantwortung auferlegt, so muss man andererseits auch fragen: Was ist der Lohn eines edlen Werkes? Der Lohn, die Belohnung ist herrlich!

Hüte deine Gedanken wohl, und beachte ebenso sorgfältig, was du sagst. Sprich wenig, doch wenn du redest, so sprich im vollen Bewusstsein deiner Verantwortlichkeit.
[...]