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Vernetzt denken – die Zukunft gestalten!
Esoterische Philosophie ~ Weisheit der Zeitalter
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Cover: Vernetzt denken – die Zukunft gestalten!

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Edition Ursachenforschung – Band 1

Vernetzt denken – die Zukunft gestalten!

Beiträge zu einem ganzheitlichen Naturverständnis

115 Seiten, Paperback, 18 Abb., 2 Tab., 15,5 x 22 cm
ISBN 978-3-924849-70-2
10,80 EUR

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Beschreibung

Vernetzt denken – die Zukunft gestalten!

Wie notwendig ein Umdenken ist, zeigen heutige Wissenschaften: Sie versuchen immer noch, unsere Welt auf materieller Basis zu erklären. Das beginnt beim Urteilchen, beim Urknall oder der Weltformel, geht weiter mit dem darwinistischen Modell der Menschwerdung über Tiere und wird fortgesetzt mit der Molekularbiologie, die ein rein auf die Gene beschränktes Bild vom Menschen prägt.

Doch die Wissenschaften der Zukunft brauchen eine neue Basis. Sie werden nicht umhin kommen, auch den geistigen Hintergrund oder Urgrund unserer materiellen Welt zu erforschen – wie es Universaldenker vieler Epochen getan haben. Es ist an der Zeit, Natur- und Geisteswissenschaften wieder zusammenzubringen.

Können Atome miteinander kommunizieren? Findet Evolution in der Materie oder im Denken statt? Wie hängen Naturschutz und „Leben“ zusammen? Welche Alternativen gibt es zum Urknall? Warum ist Ethik die Grundlage für eine menschenwürdigere Zukunft? – Ziel dieses Bandes ist es zu zeigen, wie weitreichend vernetzt wir mit der Natur sind und welche Gestaltungsmöglichkeiten für unsere eigene Zukunft sich daraus ableiten. Dabei geht es auch um Wege zu einem humaneren Denken und Handeln in Wissenschaft und Gesellschaft.

„Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden immens sein, und das naturwissenschaftliche Weltbild wird in seinen Grundlagen revolutioniert werden.“
Hermann Knoblauch

Beiträge/Artikel

Naturschutz beginnt im Denken. Was ist Leben?
„Global denken – lokal handeln“ fordert seit 1992 die Agenda 21. Verantwortungsvolles Denken ist Voraussetzung für unser Handeln. Auch Naturschutz beginnt im Denken. Was aber ist für uns „Natur“ und was hat Naturschutz mit dem Lebensbegriff zu tun? Wie können wir durch die Erweiterung des Lebensbegriffs unsere Einstellung gegenüber der Natur verändern, um die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu bewahren?

Evolution im Dialog von Wissenschaft und Philosophie
Woher kommen wir? Warum leben wir? Wohin gehen wir? Diesen Lebensfragen sind Wissenschaftler und Philosophen aller Kulturkreise immer wieder nachgegangen. Welche zentralen Erkenntnisse lassen sich aus Überlieferungen und dem aktuellen Stand der Forschung ableiten? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für unser eigenes Leben und unser Selbstverständnis?

Die Welt der Atome – Braucht die Physik ein neues Weltbild?
In den faszinierenden Mikrowelten der Moleküle und Atome entdecken wir pulsierende Lebendigkeit, Bewegung, chemische Vermehrung, Stoffwechsel, Energie- und Informationsaustausch. Einsichten in die Prozesse von Leben und Zusammenleben im atomaren Bereich bergen den Kern eines neuen Naturverständnisses. Die Physik im 21. Jahrhundert vermittelt ein neues Weltbild, das sich auf alle Lebensbereiche auswirken wird.

Entstehung des Universums – Alternativen zur Urknalltheorie
In der Öffentlichkeit gilt der Urknall fast als selbstverständliche Tatsache. Doch hat es ihn wirklich gegeben? Zahlreiche aus Experimenten gewonnene Erkenntnisse sowie philosophische Überlegungen zwingen zu einem Umdenken. Letztlich ist die Beantwortung dieser Grundsatzfrage für die Erklärung aller Lebensprozesse – materiell wie geistig – entscheidend.

Ethik – Grundlage allen Zusammenlebens
Der Begriff „Ethik“ ist wieder in aller Munde. Doch was ist Ethik? Ist sie Moral? Ist sie bloße Theorie? Worauf gründet sie sich? Wie kann Ethik im täglichen Leben Orientierungsmaßstab sein und bei Problemen, Konflikten und Entscheidungen helfen?

Leseprobe

 

Naturschutz beginnt im Denken. Was ist Leben?

Antonia Donta

„Global denken – lokal handeln“ fordert seit 1992 die Agenda 21. Verantwortungsvolles Denken ist Voraussetzung für unser Handeln. Auch Naturschutz beginnt im Denken. Was aber ist für uns „Natur“ und was hat Naturschutz mit dem Lebensbegriff zu tun? Wie können wir durch die Erweiterung des Lebensbegriffs unsere Einstellung gegenüber der Natur verändern, um die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu bewahren?

Naturschutz beginnt im Denken – Warum erkrankt die Natur?

Der Zusammenhang zwischen Naturschutz und dem Begriff „Leben“ scheint, je nachdem, was unter „Leben“ verstanden wird, normal oder ungewöhnlich zu sein. Wie „Leben“ und Naturschutz zusammenhängen und welche Bedeutung eine interdisziplinär erweiterte Auffassung vom Lebensbegriff für einen nachhaltigen Naturschutz hat, ist Inhalt dieses Artikels.

Die Natur ist die Grundlage unseres Lebens. Dennoch erreichen uns täglich Meldungen über verschiedenartige Umweltschäden und -katastrophen. Woran liegt es, dass die Natur immer noch und weiterhin geschädigt wird? In diesem Artikel werden drei Möglichkeiten für eine Vorsorge vorgestellt, von denen zwei ausgeführt werden.

Der bekannte Aufruf der Agenda 21 „global denken – lokal handeln“ geht von einem Naturschutz aus, der besonders die Kreisläufe in der Natur berücksichtigt: zum Beispiel den Wasserkreislauf und das folglich große Ausmaß des Schadens bei einem Unfall im wässrigen Millieu, Schadstoffverbreitung, Luftverschmutzung und die Verbreitung toxischer Gase.

Es gibt jedoch zwei weitere Aspekte für einen tiefgreifenden Schutz der Natur. Die Mitarbeiter des Netzwerks für interdisziplinäre Ursachenforschung machen zum einen deutlich, dass das Verständnis dessen, was Natur ist, unser Verhältnis zur Natur maßgeblich beeinflusst. Das Mensch-Natur-Verhältnis ändert sich je nach Auffassung, und somit ändern sich unsere Handlungen gegenüber der Natur. Denn jeder Handlung gehen Gedanken voraus, und deshalb spielt das „Denken“ eine wichtige Rolle im vorsorgenden Umgang mit der Natur.4 Ein Beispiel verdeutlicht dies: Je nachdem, wie eine Pflanze, zum Beispiel eine Blume, betrachtet wird, so ist auch der „Umgang“ mit ihr. Nicht selten sehen wir in den Supermärkten am Eingang vertrocknete oder nicht besonders gut aussehende Blumen, die weggeworfen werden müssen, da dies eine verbindliche Abmachung in verschiedenen Handelsketten ist. Blumen werden als Dinge und zu Konsumzwecken „produziert“, und sobald sie nicht den erwünschten Zustand besitzen, werden sie weggeworfen. Dahinter steht eine bestimmte Einstellung den Pflanzen gegenüber, die auf Profitstreben und nicht auf den Eigenwert der Pflanzen ausgerichtet ist.

Der Titel „Naturschutz beginnt im Denken“ deutet eine weitere These an: Es wird untersucht, ob das Denken, das heißt das Denken an sich, einen Einfluss, einen direkten Einfluss auf die gesamte Natur hat. Wie das Netzwerk für interdisziplinäre Ursachenforschung zu dieser Auffassung kommt, werden wir noch sehen.

Generell ist zu beobachten, dass sich viele Wissenschaftler, Organisationen und Einzelpersonen um den Schutz und die Wiederherstellung der Natur bemühen. Auch bei einem überwiegenden Teil der Bevölkerung der meisten Länder der Welt ist heute eine grundsätzliche Einsicht in die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Umweltproblematik vorhanden. Ebenso scheint der Wille zu Problemlösungen zu existieren. Es zeigt sich jedoch auch, dass es eine Diskrepanz zwischen dem „Wissen“ (Problembewusstsein) und dem „Verhalten“ bzw. dem menschlichen Handeln gibt. Die zahlreichen Konferenzen, Tagungen und verschiedenen weltweit einstimmig geschlossenen Abkommen, die sich mit dem Umweltschutz beschäftigen, haben bis jetzt nicht den gewünschten Erfolg hervorgebracht. Ebenso hat der lange Katalog an Handlungsanweisungen der Agenda 21 nicht besonders viel bewirkt. Das Bewusstsein wurde zwar etwas sensibilisiert; grundsätzlich andere Handlungen wurden jedoch nicht eingeleitet oder befolgt.

Es stellt sich daher die Frage: Warum funktioniert es mit dem Naturschutz nicht so, wie es eigentlich notwendig und wünschenswert wäre?

Liegt es daran,
- dass das Interesse an der Natur und die Bemühungen, die Natur zu bewahren und zu schützen, in der Regel seltener dem Interesse entspringen, die Natur an sich zu bewahren, sondern eher auf die Angst um die eigene Existenz zurückgehen? Ein Hauptmotiv für Umweltschutz wäre demnach die Sorge, die Natur könnte als Ressource zu Ende gehen.
- dass Naturschutz nicht mehr so ernst genommen oder nur für die eigenen Vorteile benutzt wird? So wird zum Beispiel in der Wirtschaft Umweltschutz vielfach aus Publicity- und Image-Gründen betrieben, obwohl nicht selten wirtschaftliche und gewinnorientierte Gründe im Vordergrund stehen.
- dass oft auch ein gesetzesgeleiteter Umweltschutz vorherrscht, das heißt Naturschutz unter „Zwang“ durchgeführt und seine Notwendigkeit nicht als Herzensanliegen „gefühlt“ beziehungsweise „empfunden“ wird?
- dass Umweltschutz lediglich als Modewort fungiert? Dass der ursprüngliche Elan hinter dem Umweltschutz nachgelassen hat und dass wie bei allen Modeerscheinungen die Worte „Bio“ und „umweltfreundlich“ zu Worthülsen verkommen sind?
- dass uns noch nicht ausreichend bewusst ist, dass jeder von uns Verantwortung trägt und nicht nur Regierungen und Ämter?

Die Natur als die Grundlage unseres Lebens aus Sorge um unser Fortbestehen schützen zu wollen ist durchaus berechtigt; aber dieses Bestreben ist als alleinige Grundlage für einen zukünftigen, nachhaltigen Naturschutz unzureichend. Denn diese Sorge führt oft nur dahin, dass die Natur für die eigenen Bedürfnisse genutzt wird – oft rücksichtslos und ohne zu erwägen, dass auch sie ihr „Leben“ hat. Viel später erst erfahren wir dann die Auswirkungen unseres Handelns als Rückwirkung.

Betrachten wir nun, warum in diesem Artikel von Natur- und nicht von Umweltschutz gesprochen wird. Es besteht ein Unterschied zwischen Umweltschutz und Naturschutz. Umwelt bezieht sich auf die jeweilige Umgebung des Betrachters – eines Menschen, eines Tieres, einer Pflanze und so weiter. Das heißt, es gibt viele „Teil-Umwelten“. Je nachdem, welche Teil-Umwelt jeder als die wichtigste oder wertvollste betrachtet, sorgt er sich um diesen Teil der Natur und stellt die anderen zurück. Wenn zu einem beliebigen Zeitpunkt der Boden saniert werden muss, werden andere Naturgüter oft weniger berücksichtigt, zum Beispiel das Grundwasser oder Oberflächengewässer, die durch die Sanierung des Bodens eventuell verschmutzt werden. Naturschutz betrachtet im Unterschied dazu die gesamte Natur in ihrer ursprünglichen Bedeutung, wie wir gleich sehen werden.

Der Gründer des Netzwerks für interdisziplinäre Ursachenforschung, Ingenieur Hermann Knoblauch, hat immer wieder betont, dass wir mit der Natur aufs Engste verbunden sind, dass Vernetzungen und gegenseitige Wechselbeziehungen zwischen allen Lebewesen existieren und sie sich deshalb gegenseitig beeinflussen.

Unser – abendländisches – Mensch-Natur-Verhältnis hat sich im Laufe der Geschichte stark verändert. Das liegt vor allem daran, dass die Beziehungen in der Natur, zwischen den Lebewesen in der Natur, wie Hermann Knoblauch deutlich macht, kaum bekannt sind und als solche wenig wahrgenommen werden. Die Mensch-Natur-Beziehung wird besonders durch das Verständnis vom „Leben“, von dem, was lebendig ist, von dem, was Leben an sich bedeutet, gekennzeichnet, sie ist davon abhängig. Aus diesem Grund ist es ein wichtiger Schritt in Richtung eines vorsorgenden Naturschutzes, die Mensch-Natur-Beziehung im Zusammenhang mit dem Lebensbegriff neu zu überdenken. Das Natur- beziehungsweise Umweltverhältnis ist ein Korrelat menschlicher Wahrnehmung und menschlichen Handelns. Daher werden im Folgenden einige zentrale Punkte vorgestellt:

1. eine Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Entwicklung des Naturbegriffs: Sie gibt Aufschluss darüber, wie unser gegenwärtiges Mensch-Natur-Verhältnis entstanden ist und warum wir mit den Naturgütern oft pflegelos umgehen;
2. eine Untersuchung des Lebensbegriffes innerhalb einer Gegenüberstellung von zwei grundsätzlich verschiedenen Naturbildern;
3. der Zusammenhang und die Wechselwirkung zwischen Naturschutz und dem Verständnis von Leben und nicht zuletzt
4. die besondere Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur.

Betrachten wir deshalb zunächst, wie sich der Begriff „Natur“ und damit auch die Vorstellung davon, was Natur ist, im Laufe der Geschichte geändert hat.

Der Naturbegriff im historischen Überblick

Es werden hier zwei Betrachtungsweisen vorgestellt, zwei „main­streams“. Der Begriff „Natur“ leitet sich etymologisch von dem lateinischen „natura“ ab, hat jedoch seinen Ursprung im griechischen Wort „physis“. In der Antike war Physis ein umfassender Begriff. Natur beziehungsweise Physis umfasste den Vorgang des Gebärens, des Wachsens, die Kraft des Werdens. Sie umschließt alles das, was entsteht und wird. Sie erfasst in diesem Verständnis das Weltall in seiner Gesamtheit. Daher war der Begriff Natur gleichgestellt mit einem Verständnis vom Kosmos beziehungsweise der Welt.

Natur umfasste also den gesamten Kosmos. Kosmos wiederum bedeutet Ordnung, harmonische Weltordnung und Schönheit. Also bedeutete auch Natur Ordnung, Harmonie und Schönheit. Da der Kosmos als unendlich angesehen wurde, als anfang- und endlos, wurde auch die Natur als unendlich angesehen. Da Natur „Wachstum“ und „Gebären“ bedeutet und sie sich somit im ständigen Wachstum befindet, wurde sie als belebt und beseelt betrachtet. Denn nur etwas Lebendes kann wachsen und sich weiterentwickeln. Als Substanz der Welt wurde dabei ein belebter Urstoff angenommen. Somit wurde auch Materie als belebt und beseelt betrachtet.

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