Das Rätsel der Krankheitserreger
Dr. M. Sc. Nadja Leander
Teil 1
Kaum etwas dürfte unsere heutige Zivilisation in ihrer Grundexistenz so wachrütteln wie die Entstehung und Verbreitung immer verheerenderer Krankheitserreger. Wir kennen sie aus den Medien: die wiederkehrenden Erkältungsgrippen, multiresistente Bakterien, HIV-, Ebola-, BSE- und SARS-Erreger, sowie die Vogelgrippe aus Asien, die ein Widerhall der spanischen Grippe aus der Zeit des Ersten Weltkrieges sein könnte. Sie kostete damals innerhalb kürzester Zeit mehr Menschen den Tod als der gesamte Erste Weltkrieg. In jüngster Zeit hält uns eine Welle von EHEC-Infektionen mit dem seltenen Bakterien-Typ „O104“ mehr oder weniger in Atem. Trotz ständiger Fortschritte in der medizinischen Forschung und in der Biotechnologie ist die Natur der Zivilisation stets um Schritte voraus, auch wenn gerade die Grundentdeckungen über die Existenz und Verbreitung der Krankheitserreger sowie anderer nützlicher Mikroorganismen zu den Meilensteinen des Fortschritts der heutigen Zivilisation gehören. Dennoch befinden wir uns inmitten einer Situation, deren Ende nicht absehbar ist - wie in einem aussichtslosen Wettkampf, der zu immer mehr ängstlichen Reaktionen und daher zu immer mehr inhumanen, naturfremden Techniken in der Medizin führt, wie dies am Beispiel der Genmanipulation deutlich wird. Derartige Techniken setzen die natürliche Evolution des Lebens auf Erden aufs Spiel, was zu noch verheerenderen Konsequenzen führen kann. Dieser Artikel soll die aussichtslose Sackgassenentwicklung verdeutlichen. Zugleich weist er auf einen weitaus hoffnungsvolleren Weg in eine segensreichere Zukunft. Die Forscher werden dann gelernt haben mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie.

Eine der vielen, faszinierenden Heilkräfte in der Natur: Bakterien in Gewässern.
Oft haben wir Angst davor, dass dadurch Seuchen verbreitet werden können, aber ohne Bakterien würden wir unsere Gewässer auch nicht reinigen können. Unsere Abwässer bieten tatsächlich Myriaden Mikroben einen Lebensraum, damit das Wasser wieder gereinigt zu uns zurückkehren kann. |
Krankheitserreger und ihr Wirt
Was ist nun ein Krankheitserreger? Zunächst scheint die Definition nicht schwierig zu sein: Er ist ein Organismus, der imstande ist, unter gewissen Umständen in einem anderen Organismus eine Krankheit zu erregen, eine Infektion. Die Krankheitserreger sind, vereinfacht ausgedrückt, buchstäblich von diesem Organismus abhängig, der daher in medizinischer Terminologie nicht zufällig als Wirt bezeichnet wird.
Es existieren sehr viele verschiedene Arten von Krankheitserregern, die auf allen Lebensstufen vorkommen: ausgehend von den Erregern im atomar-molekularen, subzellulären Bereich (z. B. Viroide, Prionen und Viren) über Mikroorganismen verschiedener Art (Bakterien, Urtierchen bzw. Protozoen, Pilze, mikroskopische Tiere) bis hin zu makroskopischen Organismen wie manchen Pflanzen und Tieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auf diesen verschiedenen Lebensstufen nicht nur Krankheitserreger existieren, sondern ebenso Myriaden anderer Organismen, die unentbehrlich für die gesamte Natur und all ihre Kreisläufe sind. Unsere Angst vor Krankheitserregern wie Bakterien und Viren ist oft von Vorurteilen oder Unkenntnis geprägt, die von einem profitorientierten Markt nur noch weiter verstärkt werden. Tatsache ist aber, dass nur ein winziger Bruchteil aller Bakterien- oder Virenarten für den Menschen Krankheitserreger sind bzw. sein können und dass jedes Lebewesen, auch der Mensch, Myriaden von Mikroorganismen (ihre Zahl übertrifft bei weitem die der Zellen im menschlichen Körper!) in sich beherbergt, die ihn als Teil seines Immunsystems gegen Angriffe von Krankheitserregern beschützen.
Globaler Todesverursacher - der Helicobacter pylori
Wussten Sie, dass dieses Bakterium bei etwa der Hälfte der Bevölkerung auf dieser Erde im Magenbereich zu finden ist, dass es aber nur bei einem Fünftel der Wirte unterschiedliche Krankheitssymptome verursacht (vom Magengeschwür bis zu Krebs) und heute global zu einem der 14 häufigsten (globalen) Todesverursacher des Menschen gehört? |
Wir leben in, oder besser ausgedrückt, wir sind untrennbare Teile eines unendlichen "Ozeans" aus Lebewesen, der sich von dem wundervollen Mikrokosmos bis in den unendlichen Makrokosmos erstreckt. Ist dies nicht ein wunderbarer Gedanke? Statt uns zu fürchten, sollten wir uns eher fragen, was diese Mikroorganismen eigentlich sind, weshalb sich manche von ihnen zu Krankheitserregern entwickeln, was ihre Rollen in der Natur und im Menschen sind und vor allem, ob der Mensch durch sein Denken und Handeln auch einen Einfluss auf ihre Entwicklung ausüben kann.
Warum sich manche Mikroorganismen zu Krankheitserregern entwickelt haben, beantwortet Hermann Knoblauch, Gründer der Studiengesellschaft Esoterische Philosophie, wie folgt: "Es ist nicht die Natur, die giftig oder gefährlich für den Menschen ist, es ist der Mensch, der sie giftig oder gefährlich für die Natur macht." Die Worte mögen einfach klingen, aber hierin stecken tiefgründige, universale Wahrheiten voller Schönheit. Eine dieser Wahrheiten ist, dass der Grundton der Natur absolute Harmonie ist. Nur dort, wo die natürlichen Lebensprozesse durch den Menschen gestört werden, verlagert sich das Gleichgewicht. So ist es zum Beispiel oft die Umgebung, die Viren zu Krankheitserregern werden lässt. Durch ein gestörtes Gleichgewicht oder durch neue Lebensbedingungen können sie sich entweder ungehemmt vermehren oder aufgrund einer veränderten Stoffwechsellage für den Wirtsorganismus disharmonisch oder pathogen wirken und damit Krankheiten auslösen. Sie selbst haben sich nur bedingt verändert, es ist ihr Umfeld, das sich verändert und sie aus ihrem latenten Zustand erweckt und zu neuer Aktivität gebracht hat!
Wie entsteht eine Infektionskrankheit?
Wie wirken nun die Krankheitserreger? Generell gibt es zwei Hauptarten von Aktionen: Die Erreger können zum einen Toxine (Gifte) produzieren, zum anderen den Wirtsorganismus auf der molekularen Ebene beeinflussen und so die biochemischen und genetischen Prozesse des Körpers, des Wirtes, auf Krankheit umstellen. Beide Hauptwirkungsarten können unscheinbare Infektionen verursachen, die nach einer gewissen Zeit durch das Immunsystem des Wirtes überwunden werden können. Aber es gibt auch Fälle, in denen sich die Aktivitäten der Krankheitserreger immer weiter ausbreiten, so dass sie zu einer Systemerkrankung und im Extremfall zu einem völligen Zusammenbruch aller Organe des Wirtsorganismus führen können. Das Interessanteste ist jedoch, dass das bloße Vorhandensein eines Krankheitserregers nicht genügt, um eine Infektion zu entfalten - die Möglichkeit der Entfaltung einer Infektion liegt vor allem in dem Wirt selbst!
Hierzu hat Professor Dr. Gottfried von Purucker sehr treffend geäußert, dass "sich niemand eine Krankheit zuzieht, wenn sich die Keime dieser Krankheit nicht bereits in seinem System befinden. Sie sind aufgrund einer Neigung zu dieser Krankheit dort, und diese Neigung beruht auf karmischen Ursachen." Als wie wahr sich dies doch herausgestellt hat! Der Krankheitserreger muss sich zuerst in dem infizierten Organismus vermehren bzw. tätig werden können, z. B. zur Produktion von Toxinen kommen. Das Wachstum und die Aktionen eines Krankheitserregers in seinem Wirt sind tatsächlich von vielen Faktoren abhängig, z. B. vom Zeitfaktor (Zeitpunkt der Infektion, Lebenszyklus des Wirtes), von der äußeren Umgebung (Hygiene, Nahrung usw.) und vor allem vom Immunsystem des Wirtes, das auf engste Weise mit dem seelischen Zustand des Wirtes verknüpft ist. So ist verständlich, dass ein Krankheitserreger bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Symptome hervorrufen kann.
Neue Zeiten, neue Krankheiten?
Die heutige Zivilisation hat in ihrer Geschichte viele verschiedene Krankheiten durchlebt. Interessant ist die Tatsache, dass die Krankheiten sich auch verändern - sie können als ein Spiegelbild der menschlichen Entwicklung betrachtet werden. Besonders bemerkenswert ist die Entstehung immer gefährlicherer Formen von neuen Krankheitserregern. Sie besitzen oft das gemeinsame Merkmal, das Immun- oder das Nervensystem des Menschen gravierend zu schwächen oder zu degradieren, wie z. B. die zunehmenden Allergien oder manche durch Viren oder Prionen übertragene Krankheiten (AIDS, BSE, SARS, die Vogelgrippe usw.). Dies ist kein Zufall, sondern nur eine unvermeidliche Reaktion auf den immer ungesünderen Lebensstil des Menschen, von naturwidrigen promiskuitiven Partnerschaften, Drogen-Missbrauch, Körperraubbau über ungesunde Ernährung oder Stress bis zu Medikamenten-Missbrauch und dem Handel mit Blut und Organen.

Skizze eines Human Immunodeficiency Virus (HIV), Durchmesser 100 nm.
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Tatsache ist, dass wir täglich mit Myriaden Mikroorganismen, potenziellen Krankheitserregern, konfrontiert werden. Eine Infektion kann sich aber nur dann entfalten, wenn diese Krankheitserreger tatsächlich eine Möglichkeit zur Aktion und zum Wachstum in einem Wirt finden. Manche der Krankheitserreger können nur schwer außerhalb eines Wirtes überleben, andere besitzen erstaunliche Überlebensfähigkeiten und können für lange Zeit inaktiv ausharren oder sogar ihren Lebenszyklus in ein nicht-infektiöses Stadium umstellen. Ironischerweise zeigt sich dies am besten bei den Krankheitserregern, die die Mikrobiologen, trotz aller technischen Fortschritte, gar nicht auf ihren speziellen Medien im Labor isolieren und kultivieren können, obwohl sie in ihrem Wirt in enorm großen Mengen vorkommen. Wenn die Isolierung dann doch gelingt, verlieren manche dieser Erreger im Laufe der Zeit im Labor ihre krankheitsverursachenden Fähigkeiten. Die Sache wird noch interessanter, wenn man bedenkt, dass manche Krankheitserreger sich zwar im Wirt ansiedeln können, aber dabei keine Infektion verursachen oder ggf. erst Jahrzehnte später, wenn sich die Atmosphäre des Wirtes, bedingt durch veränderte Lebensbedingungen, verändert hat. Dieses rätselhafte Wachstums-Phänomen, das oft unerkennbaren Prinzipien folgt, ist einer der Gründe dafür, dass es nicht so einfach ist, einen unbekannten Krankheitserreger zu finden bzw. zu identifizieren. Die klassischen Postulate des deutschen Pioniers Dr. Robert Koch zur Identifizierung eines Krankheitserregers, die seit 1890 unangetastet gelten, sind inzwischen teilweise überholt.
Genomanalyse - keine Lösung der Rätsel des Lebens
Heute, in der Ära der Molekularbiologie und Genom-Forschung, deren Ziel es ist, die Erbmasse der Lebewesen zu sequenzieren, um das Geheimnis des Lebens zu entschlüsseln und damit auch Krankheiten durch Genmanipulation endgültig zu beseitigen oder zu überwinden, ist alles viel komplexer, aber dadurch auch viel interessanter und den Lehren der Esoterischen Philosophie einen wesentlichen Schritt näher.

Tausendfache Vergrößerung von Escherichia coli - eine Gattung, die aus Hunderten von verschiedenen Spezies besteht, die optisch fast identisch aussehen, aber in ihrer Wirkung völlig unterschiedlich sind - manche sind gesundheitsfördernd, andere tödlich! |
Eine wichtige Erkenntnis ist, dass die Genom-Sequenz eines Organismus nur die Spitze eines Eisberges ist: Die bloße Kenntnis der Sequenz sagt uns wenig über die Funktion oder die dahinterstehenden Kräfte. So können zwei nahe verwandte Organismen eine ähnliche oder sogar fast identische DNS-Sequenz besitzen, aber dennoch völlig unterschiedliche Lebensarten manifestieren. Ein deutliches Beispiel hierfür sind unsere klassischen Darmbakterien, Escherichia coli. Hiervon gibt es Hunderte verschiedene Stämme, manche sind völlig harmlos, während andere hochinfektiös sein können. Nichtsdestoweniger findet man in den Genen nur einige Unterschiede zwischen diesen Organismen. Diese Beobachtung ist der Wissenschaft ein völliges Rätsel, aber aus Sicht der Esoterischen Philosophie birgt sie einen wunderbaren Hinweis auf das Vorhandensein noch subtilerer Kräfte, die hinter der Materie wirksam sind. Die Erbmasse, die vor allem aus DNS (Desoxyribonukleinsäure) besteht, ist nur ein Vermittler zwischen der Materie und den dahinterstehenden Kräften! Die DNS-Sequenz ist wie eine Schrift, von der wir zwar die Buchstaben erkennen können, nicht aber den dahinterstehenden Sinn, weil wir die zugrundeliegende Sprache noch nicht verstehen können - vor allem dann nicht, wenn wir den siebenfältig zusammengesetzten Aufbau der Natur, eine der fundamentalen Lehren der Esoterischen Philosophie, die in vielen alten Hochkulturen eine Selbstverständlichkeit war, nicht in Betracht ziehen. Das Geheimnis des Lebens ist ganz gewiss nicht in der Form des Lebens zu finden, in dem Körper, sondern in der dahinterstehenden Kraft, die alles durchdringt, denn alles lebt. Solange die Wissenschaftler dies nicht einsehen, werden sie vergeblich nach dem Geheimnis des Lebens suchen.

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Schon vor über 100 Jahren hat William Quan Judge in seinem weit verbreiteten Klassiker Das Meer der Theosophie geschrieben: "Das Leben ist nicht das Resultat der Wirkung der Organe, noch ist es erloschen, wenn sich der Körper auflöst. Es ist ein das ganze Universum durchdringendes Prinzip. Es ist der Ozean, in dem die Erde schwimmt; es durchdringt die Erde samt jedem Wesen und Objekt auf ihr. Es wirkt unaufhörlich an und um uns, pulsiert gegen und durch uns für immer". Mit dieser Einsicht sind wir dem Geheimnis der Krankheitserreger einen wesentlichen Schritt näher gekommen: Sie können gar nicht unsere Feinde sein, die wir fürchten und meinen, sie mittels Impfungen, Medikamenteneinnahme und Genmanipulation bekämpfen zu müssen, denn sie wirken nur so lange als Krankheitserreger, wie wir es, durch unser Denken, zulassen!
Lesen Sie in Teil 2: Unberechenbare Impfungen. Antibiotika - ein zweischneidiges Schwert. Irreführende wissenschaftliche Theorien. Faszinierende neue Entdeckungen. Auswege aus dem Sackgassen-Denken.
Literaturempfehlungen
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