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Alles lebt – es gibt nichts Totes
Esoterische Philosophie ~ Weisheit der Zeitalter
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Alles lebt – es gibt nichts Totes

Ist es möglich, dass wir eines Tages aufhören zu existieren? Dass es ein endgültiges Ende gibt? Oder müssen wir andere Welten des Daseins berücksichtigen als die, die wir bisher kennen?

Unsere Welt ist voller Leben! Wohin wir auch schauen, ob mit bloßen Augen, mit Tele- oder Mikroskopen – überall sehen wir Bewegung, Austausch, Dynamik, Lebendigkeit. Nirgendwo lässt sich etwas Unbewegliches, Statisches entdecken. Selbst ein scheinbar lebloser Gegenstand wie z.B. ein Bleistift ist inhärent voller Bewegung, voller Leben, denn er ist aus energiegeladenen, pulsierenden Atomen aufgebaut.

Wie kommt es, dass wir trotzdem glauben, es könnte etwas Totes geben? Das liegt daran, dass wir nicht berücksichtigen, dass das Universum und alles, was es enthält, auf Bewusstsein aufgebaut ist. Planeten, Sonnen, Universen oder Pflanzen, Tiere und Menschen: Sie alle sind zusammengesetzt, zusammengesetzt aus jeweiligen Körpern, die latent oder aktiv „Bewusstsein“ enthalten. Namhafte Wissenschaftler bezeichnen Materie als „verkörpertes Bewusstsein“.

Diese tiefe philosophische Einsicht eines von Leben und Bewusstsein durchdrungenen Universums, das aus vielen verschiedenen Welten gebildet wird, hat eine weitreichende Wirkung. Sie bedeutet: Wenn etwas von einer Welt verschwindet, leben Teile von ihm in anderen Bewusstseinszuständen und -welten weiter. Es gibt nichts Totes – alles lebt!

Ein Beispiel: Wenn ein Mensch stirbt, sehen wir nur, was in unserer materiellen Welt passiert: Der Körper zerfällt. Der innere Mensch jedoch, unser Bewusstsein, unsere Egoität, unsere höhere Seele, lebt weiter, weil wir aus verschiedenen Energien aufgebaut sind. Und es sind diese inneren Kräfte, unser essenzielles Menschsein, das nun in andere Welten und Bewusstseinszustände übergeht und dort weiterlebt.

Im Grunde kennen wir diesen Prozess: Jede Nacht, wenn wir schlafen, ruht unser Körper, aber unser Ego erlebt bewusstseinsmäßig Träume in anderen Welten, wo es zu Hause ist. Wir sind in unserer materiellen Welt „abwesend“, doch wir kehren beim Erwachen zurück.

Der Schlaf ist sozusagen ein „unvollkommender Tod“, denn wir bleiben in enger Verbindung mit unserem Körper. Beim Tod jedoch ist die Trennung unseres Egos vom Körper endgültig. Erst nach einer langen Ruheperiode kehren wir wieder ins Erdendasein zurück und bauen einen neuen Körper auf. Dieser Vorgang wird Reinkarnation genannt.

Die Natur ist also eine Fülle pulsierenden Lebens und unterschiedlichen Bewusstseins. Ob sichtbar oder unsichtbar – wir sind durch Austausch und gegenseitige Beeinflussung (Karma) mit allen Lebewesen in den verschiedenen Welten verbunden.

Der große lebendige Kosmos birgt unvorstellbare Chancen der Entwicklung und wir müssen den Tod nicht fürchten. Alles lebt – es gibt nichts Totes. Unsere unsterbliche Egoität ist in einem zyklischen Stirb und Werde eingebettet. Wie klein werden da all unsere Sorgen und wie tröstlich der Ausblick in eine erhabenere Zukunft.

 

Häufig gestellte Fragen

Was ist Leben an sich?

Faszinierend und vielfältig strömt der Kreislauf des Lebens durch alles, was wir mit unseren Sinnen erfassen können. Wir selbst sind ein untrennbarer Teil dieses Lebens – nichts an uns bleibt unveränderlich oder ist tot. Doch was ist Leben „an sich“?

Diese Frage geht weit über eine rein biologische Lebensdefinition hinaus. Sie kann nur disziplinenübergreifend beantwortet werden – zum Beispiel in Verbindung mit Philosophie. Damit verlassen wir die Vorstellung, dass es so etwas gäbe wie „unbelebte“ Materie. Bereits Leibniz (1646–1716) führt in seiner Monadologie aus, dass es nichts Ödes, Unfruchtbares oder Totes im Universum gibt [vgl. Leibniz, Gottfried Wilhelm: Monadologie. Hamburg, 1982, Abs. 65–69]. Schelling (1775–1854) betrachtet „unbelebte“ Materie als schlafendes Leben [vgl. Heiland, Stefan: Naturverständnis. Darmstadt, 1992, S. 57]. Und für von Purucker (1874–1942) ist das Universum „ein ungeheuer großer Organismus, eine lebendige organische Wesenheit, die aus Myriaden von sichtbaren und unsichtbaren Welten besteht“ [von Purucker: Der Mensch in der Unendlichkeit. Hannover, 1987, S. 5]. Der dahinterstehende Gedanke ist: Alles lebt, es gibt nichts Totes. Leben ist also alles, was ist. Leben ist.

Ein besonderes Kennzeichen allen Lebens ist: Es existiert nur in Verbindung mit Bewusstsein. Leben ist Bewusstsein der verschiedensten Grade: Menschen, Tiere, Pflanzen – sie alle haben ihre jeweils eigene Art von Bewusstsein.

Doch wir können noch weiter gehen: Warum sollten nur bekannte Lebensformen wie Menschen, Pflanzen und Tiere Bewusstsein haben, warum nicht auch das, was sie zusammensetzt: Atome und Moleküle – oder auch größere Organismen oder Systeme wie Planeten, Sonnensysteme und Galaxien? Sie alle sind von Leben und Bewusstsein durchdrungen – ob wir es nun erkennen oder nicht.

Kann Leben aus etwas Totem entstehen?

In der Evolutionsbiologie ist die Auffassung verbreitet, das Leben sei auf unserer Erde aus einer unbelebten anorganischen Uratmosphäre und „Ursuppe“ entstanden. Ist es jedoch wirklich möglich, Lebewesen aus toter Materie zusammenzusetzen? Wäre es möglich, aus Bauklötzen, Schrauben usw. ein Lebewesen herzustellen? Kann etwas Totes etwas Lebendiges aufbauen, ihm Energie, Leben, Bewusstsein geben?

Dieser Gedanke erscheint unrealistisch. Und doch entspricht dieses Bild der bisher offiziellen Vorstellung der Naturwissenschaften darüber, wie das „erste Leben“ auf diesem Planeten entstanden sein soll. Obwohl anerkannt ist, dass Leben nur aus Leben geboren wird, wird dies für das „anfängliche“ Leben ignoriert. Doch philosophisch stellt sich die Frage nach einem absoluten Anfang des Lebens erst gar nicht: Leben ist, es war immer und wird immer sein. Alles lebt, es gibt nichts Totes.

Im Grunde können wir nur von einer großen Fülle von unterschiedlichen Leben, von unterschiedlichem Bewusstsein sprechen. Und mit jedem dieser Lebewesen, ob sichtbar oder unsichtbar, sind wir durch Austausch und gegenseitige Beeinflussung verbunden.

Gibt es so etwas wie „Tod“ überhaupt?

„Tod“ bedeutet das Ende eines Zyklus oder einer Lebensphase, doch danach beginnt eine neue, andere Phase des Lebens. Es gibt also keinen Tod an sich.

Ein Beispiel: Am Ende unseres menschlichen Lebens geht unser Bewusstsein in seine nachtodlichen Zustände über. Es verarbeitet und assimiliert alles, was es während des vergangenen Lebens erlebt und gelernt hat. Und wenn seine Zeit gekommen ist, kehrt es zu einer neuen Verkörperung auf unsere Erde zurück – wir werden wiedergeboren. Phasen der Aktivität und des Lernens wechseln sich ab mit Phasen der Passivität und des Verinnerlichens.

Auch unser Körper „stirbt“ nicht wirklich bei unserem Tod. Zumindest nicht in dem Sinn, dass er unveränderlich bliebe. Im Gegenteil: Er löst sich in seine Bestandteile auf und diese gehen in ihre entsprechenden Naturreiche ein. Deshalb blühen die Blumen auf den Friedhöfen zum Beispiel so schön. Wir sehen auch hier wieder: Alles lebt, es gibt nichts Totes.

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Titelfoto © Yang MingQi – Fotolia.com

 

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